27. Februar, 9:00 – Vinko Möderndorfer

Eine Lesung »wie im Film«!

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Am Montag, 27. Februar, organisieren wir eine wunderbare Lesung für Kinder mit Vinko Möderndorfer und seinem Roman Wie im Film.


e-pub-nasl-moederndorfer-tisk Wie im Film, Aus dem Slowenischen von Tadeja Lackner-Naberžnik, Litterae Slovenicae, Slovene Writers‘ Association, Ljubljana, 2016


Wo?

Grundshule am Kollwitzplatz

Knaackstraße 67, 10435 Berlin

U-Bahn Senefelder Platz

Wann?

Am 27. Februar um 9 Uhr

Wer?

Der Autor Vinko Möderndörfer, die Dolmetscherin Barbara Anderlič und 5. Klasse der Grundschule am Kollwitzplatz


Was sollte man im Leben?

Für Bruno aus dem Roman „Wie im Film“, der es kaum erwarten kann, seinen zwölften Geburtstag feiern zu können, beginnt sich die sichere Welt, in die er uns selbst mit dem Satz „Mein Leben ist OK“ einführt, so rasant zu verändern, dass er keine Erklärung mehr dafür finden kann.

Dass etwas nicht in Ordnung ist, erkennt er, als er gewahr wird, dass seine Mutter immer mehr Zeit am Fenster verbringt und ausdruckslos ins Nichts starrt. Aus der besten Mama der Welt verwandelt sie sich in eine Wolkenbeobachterin, wie sie schließlich von Brunos Vater umbenannt wird.

Sie ist zurzeit arbeitslos, doch vor nicht allzu langer Zeit ging sie noch zur Arbeit, arbeitete als Buchhalterin, backte am Nachmittag zu Hause Pfannkuchen, räumte auf und sang dabei. Früher wollte sie Malerin werden, doch, wie sie ihm erklärt hatte, war sie dazu nicht gut genug.

Als Bruno eines Tages nach Hause kommt, ist seine Mutter nicht mehr da. Weil er keine andere Antwort findet, hilft er sich mit einer filmischen Erklärung. Er ruft die Polizei und erklärt den Beamten, sie sei entführt worden. Sein Vater lügt ihn letztendlich an, dass die Mutter in den Urlaub gefahren sei. Die beiden bleiben zunächst einige Tage alleine, kurz vor Schulschluss jedoch packt der Vater Bruno’s Sachen in einen Beutel, setzt ihn ins Auto und fährt mit ihm ins Unbekannte.

Dort, in einem ganz anderen Film, stellt sich Brunos Welt auf den Kopf, fällt auseinander und wird neu zusammengesetzt, und als endlich sein zwölfter Geburtstag da ist, schreibt er schon die ersten Erkenntnisse nieder, die er in seinem kurzen Leben gewonnen hatte. Unter anderem schreibt er:

Im Leben sollte man:

Das Geschirr abwaschen (manchmal),

eine Mußestunde einlegen (immer),

schauen und sehen (auch immer),

ins Weiße starren, um die Farben besser wahrzunehmen, erkennen, dass die Welt interessanter ist als im Film, wenn du gerne malen würdest, dann werde kein Buchhalter.

 


 

 

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In Kooperation mit:

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