24.-26. November – Neues Slowenisches Kino III

Aktuelle Filme aus und über Slowenien in Berlin

 

Die Auswahl für das diesjährige Filmprogramm triefen wir nach langen und schwerwiegenden Überlegungen darüber, was für uns der „slowenische Film“ und „slowenische Kunst“ eigentlich sind. Hierbei folgten wir dem wichtigsten Kredo unseres Vereins – „ins Blickfeld zu rücken, was sonst außerhalb des Fokus liegt“. Für uns umfasst slowenisches Kino Filme slowenischer Autoren und Produzenten, aber auch Produktionnen, die sich engagiert und relevant mit der Kunst, Gesellschaft, Geschichte und politischen Situation Sloweniens befassen. Wie jedes Jahr schenken wir auch dieses Jahr jungen slowenischen Filmautoren und ihrem Schaffen unsere besondere Aufmerksamkeit. Dabei suchen wir stets nach einschlagenden Geschichten, künstlerischem Feingefühl und höchstem technischen Können.


FREITAG, 24. NOVEMBER, UM 19 UHR                                                                          LOST IN TRANSITION                                                                                                       

Festival-Eröffnung und Vernissage mit Samira Kentrić

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FREITAG, 24. NOVEMBER, UM 20 UHR 

                                                                    LIBERATION DAY                                                                                       

Norwegen/Latvien 2016, Regie: Uģis Olte und Morten Traavik, Dokumentarisches Musical, 100′, OmeU

Uģis Olte und Morten Traavik dokumentieren in ihrem „Dokumentarischen Musical“ wohl krassesten Culture Clash der Geschichte. Laibach, die Kultband aus Slowenien, bekannt für ihre Neuinterpretationen von Popsongs wie Life is Life und The Final Countdown, triff auf die totalitäre Diktatur Nordkoreas. Die Band macht sich ins abgeschottete Land auf, um dort das erste internationale Rockkonzert der Geschichte zu geben.


SAMSTAG, 25. NOVEMBER, UM 19 UHR                                                                      

SIEBEN SHORTS                                                                                                                          

90′, OmeU

Die diesjährigen Kurzfilme wurden vom Team des Ljubljana Short Film Festivals (FeKK) ausgewählt.

LOVSKA SREČA/JAGDGLÜCK

Kroatien 2017, Regie: Maja Alibegović, 13‘, OmeU

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Die slowenische Jagdtradition besteht aus einer Reihe von Bräuchen, Regeln und Ritualen, die nicht nur Teil der Jagdkultur selbst sind, sondern auch eine wichtige Rolle beim Erhalt der slowenischen Identität spielen. Durch die von den Jägern erzählten Geschichten, gibt uns der Film einen Einblick in die zuvor genannten Gepflogenheiten und in das Leben dieser großen – in Slowenien immer noch mehrheitlich männlichen – Gemeinschaft.

HUDA SI / DU BIST SCHARF

Slowenien 2016, Regie: Tosja Flaker Berce, 8‘, OmeU

Du bist scharf

Der Junge hat sich in das Mädchen mit den Kopfhörern verguckt. Doch das Mädchen bleibt trotz seiner zahlreichen Anläufe, es zu verführen, kühl. Der Junge muss sich zuerst beweisen, damit er sich der Beachtung des Mädchens als würdig erweist.

ZAMEJEN / BEGRENZT

Slowenien 2016, Regie: Leo Černic, 20‘, OmeU

Begrenzt

Ich bin begrenzt, du bist begrenzt, wir alle sind begrenzt … es kommt einem fast wie ein Kinderlied vor. Ist es aber nicht. Ciao, ich bin Leo, freut mich! Ein verspielter und warmherziger Dokumentarfilm der besonderen Art, der unter anderem von der Grenzidentität spricht.

VSI SMO TU ŽE OD NEKDAJ / WIR ALLE SIND SEIT JEHER HIER

Slowenien 2015, Regie: Peter Cerovšek, Matevž Jerman, Neža Grum, 13’, OmeU

Wir sind alle hier ...

„Das älteste und stärkste Gefühl der Menschheit ist die Angst, und die älteste und stärkste Form der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten.“ (H. P. Lovecraft)

SLOVO / DER ABSCHIED

Slowenien 2016, Regie: Leon Vidmar, 6’, OmeU

Erschöpft und traurig hockt Lovro in der Badewanne, die sich langsam mit Wasser füllt. Während er den Wassertropfen dabei zusieht, wie sie aus dem Wasserhahn träufeln, denkt er plötzlich an den Tag zurück, an dem er mit seinem Opa zum ersten Mal fischen war …

ANJA GANJA

Slowenien 2017, Regie: Peter Bizjak, 19‘, OmeU

Anja Ganja

Anja ist immer tiefer von ihrem Freund Nejc enttäuscht, der zum Glück nur ein wenig Meditation und Marihuana braucht. Als sich Nejc stark zu verändern anfängt, widerfahren dem Paar plötzlich komische Dinge …

TRAHERE

Slowenien 2017, Regie: Juš Jeraj und Atila Urbančič, 10’. OmeU

Trahere

Traktoren lassen Männerherzen in ländlichen Gegenden höher schlagen. Das glatte Metall, die glänzend rote Farbe und die ungeheure Kraft unter der Motorhaube sind nur einige der Gründe, weshalb sich so mancher für sein ganzes Leben verliebt. Solch eine Liebe muss natürlich auch behütet und vor Gott gesegnet werden.


SAMSTAG, 25. NOVEMBER, UM 21 UHR                                                               

DRUŽINA / DIE FAMILIE                                                                                            

Slowenien/Österreich 2017, Regie: Rok Biček, Dokumentarfilm/Drama, 106′, OmeU

Bereits mit 14 Jahren ist Matej mit der Pflege seines geistig behinderten Bruders konfrontiert und verbringt seine Zeit fast ohne Kontakt zu Gleichaltrigen. Mit 20 wird er selber Vater, aber zwei Monate nach der Geburt seiner Tochter trennt sich Matejs Freundin von ihm und lässt ihm keine andere Wahl, als um das Sorgerecht zu kämpfen. Der Kampf wird so bitter, dass er beschliesst, radikal zu handeln. Filmemacher Rok Bicek hat Matej und seine dysfunktionale Familie für diesen intimen Dokumentarfilm über zehn Jahre hinweg begleitet.

Die Familie

 


SONNTAG, 26. NOVEMBER, UM 18 UHR                                                                              

KAJ PA MOJCA? / UND WAS IST MIT MOJCA?                                                                  

Slowenien 2014, Regie: Urša Menart, Dokumentarfilm, 80′, OmeU

„Ich bin glücklich.“ „Bin ich nicht schön?“ „Ich bin nicht mehr unschuldig.“ „Du bist schwanger. Du weißt nicht, wer der Vater ist.“ Frauen und der slowenische Film. Im Langspiel-Dokumentarfilm von Urša Menart entdecken wir die beliebtesten – und auch weniger bekannten – Frauencharaktere aus der Geschichte des slowenischen Films. Sprichwörtliche Heldinnen aus Partisanenfilmen, aber auch die  üblichen Klischees: die leidende Mutter, die Ehebrecherin, die Klatschtante … Die Filmemacherin analysiert die von Frauencharakteren in slowenischen Filmen am häufigsten gesagten Sätze, und diskutiert diese mit Schauspielerinnen, Regisseurinnen und Kritikerinnen. Wer ist also die typische slowenische Filmheldin?


SONNTAG, 26. NOVEMBER, UM 20 UHR                                                                            

TRIESTE, YUGOSLAVIA / TRIEST, JUGOSLAWIEN                                                 

Italien/Kroatien/Bosnien und Herzegowina 2017, Regie: Alessio Bozzer, Dokumentarfilm, 62′, OmeU

Anfang der sechziger Jahre, als in Berlin die Mauer gebaut wird, verwandelt sich die ‚Piazza Ponterosso‘ im Zentrum von Triest zum mythischen Pilgerort für die BürgerInnen Jugoslawiens – der Platz wird zu deren beliebtester Einkaufsmeile. Jeden Samstag überfluten jugoslawische Einkaufstouristen die italienische Stadt, um Artikel zu erstehen, welche man zu Hause nicht finden kann.  Insbesondere: Bluejeans! 8 Millionen Paar Jeans werden jährlichen verkauft und – unter den Augen der Zollbehörde – über die Grenze des Eisernen Vorhangs geschmuggelt. Es ist das bemerkenswerteste  Beispiel ‚erlaubten‘ Schmuggels in Europa. Mit dem Krieg auf dem Balkan geht auch diese Welt zu Ende. Der Film ist ein Mosaik aus Geschichten und Anekdoten von beiden Seiten der Grenze, der versucht, diese sagenhafte Zeit für einen kurzen Augenblick wieder aufleben zu lassen.


NEUES SLOWENISCHES KINO III, 24.-26. NOVEMBER 2017


SPUTNIK KINO 

Höfe am Südstern, 3. Hinterhof, 5. Stock
Zugang: Hasenheide 54 oder Körtestraße 15-17
10967 Berlin-Kreuzberg
U-Bahn: U7 Südstern; Bus: N7 (Südstern), M41 (Körtestraße)

Tickets ab 1. 11. 2017: sputnik-kino.com


Die Veranstaltung wurde präsentiert von:

Periskop

In Zusammenarbeit mit:

   

Mit freundlicher Unterstützung von:

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