24. November, 18:00 – SCHWARZ AUF WEIß + WERKSTÜCKHEN + REMAINS – CONFESSIONS TO THE GHOSTS mit LIDIJA DIMKOVSKA, JURE JAKOB, NIKO NOVAK und MATEVŽ JERMAN

Eine filmisch-poetische Veranstaltung

mit den Dichtern Lidija Dimkovska und Jure Jakob und einem Musikfilm von Niko Novak und Matevž Jerman

REMAINS – CONFESSIONS TO THE GHOSTS

Slowenien 2018, Regie: Matevž Jerman, Niko Novak, Musikfilm, 45‘, Englisch.

Musiker, Schauspieler, Szenenbildner, Produzent und Kameramann Niko Novak erstellte zusammen mit Matevž Jerman einen Musikfilm, der filmische Szenen des slowenischen Filmes Mama (Die Mutter) von Vlado Škafar mit der Musik des Albums „Remains – Confessions to the Ghosts“ von Niko Novak  kombiniert.

Dazu kombinieren wir zwei wunderbare Gedichtbände, „Schwarz auf weiß“ von Lidija Dimkovska und „Werkstückhen“ von Jure Jakob, die vor kurzem in der deutschen Sprache erschienen. Die Lesung findet in der mazedonischen und slowenischen Sprache statt, die deutschen Fassungen werden auf die Leinwand projiziert.

Romanautorin, Übersetzerin und Lyrikerin Lidija Dimkovska schreibt sich durch die jüngere Nachkriegsgeschichte des ehemaligen Vielvölkerstaates Jugoslawien. „Sie schreibt extrem gute Gedichte, die bisweilen wie kleine Radmovies anmuten und unter die Haut gehen.“ (Matthias Ehlers)

LIDIJA DIMKOVSKA: SCHWARZ AUF WEIß (Parasitenpresse)

 Lidija Dimkovska

Seit 1991 erschienen sechs Gedichtbände und drei Romane von Lidija Dimkovska. Ihr Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. 2009 mit dem Hubert-Burda-Preis für junge osteuropäische Lyrik und den Literaturpreis der Europäischen Union (2013). Mit dem Gedichtband Anständiges Mädchen stand sie überdies 2013 auf der Shortlist für den Brücke-Berlin-Preis. In Mai 2019, erschien ihr Lyrikband „Schwarz auf weiß“ in der Reihe „Internationale Poesie“ der „Parasitenpresse“.

Lidija Dimkovska wurde 1971 in Skopje in Mazedonien geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie bei ihren Großeltern im Dörfchen Slegovo, kehrte aber später in ihre Geburtsstadt zurück und studierte dort Vergleichende Literaturwissenschaft. Nach ihrem Studium zog die Autorin nach Rumänien, wo sie an der Bukarester Universität Mazedonische Sprache und Literatur lehrte und gleichzeitig in Rumänischer Literatur promovierte. Mittlerweile wohnt Dimkovska, die derzeit als wichtigste Vertreterin der jungen mazedonischen Literatur gilt, in Slowenien, wo sie als Schriftstellerin, Übersetzerin, Essayistin und Dozentin für internationale Literatur tätig ist.

Dichter, Essayist und Kinderbuchautor Jure Jakob wird als eine der wichtigsten Stimmen der Slowenischen Poesie angesehen. „Er folgt vollkommen schnörkellos, doch umso intensiver, Leere Sehnsucht, Weite und dem Atem der Erde.“ (Ursula Gross, Claudia Ramsteiner)

JURE JAKOB: WERKSTÜCKHEN (Litterae Slovenicae)

 Jure Jakob

Jure Jakob wurde in 1977 in Celje, Slowenien, geboren. An der Philosophischen Fakultät in Ljubljana erwarb er einen Magister in Vergleichender Literaturwissenschaft. Als Komparatist befasste er sich mit der Prosa des slowenischen Schriftstellers Lojze Kovačič (1928–2004), über den er 2010 die essayistische Studie „Ein kindlicher Blick“ verfasste. Später gab er die theoretische Beschäftigung mit Literatur als Kritiker auf und ist heute in erster Linie schöpferisch tätig, in den letzten Jahren auch als Ko-Autor von Bilderbüchern (gemeinsam mit Anja Jerčič Jakob).

Obwohl er sich wissenschaftlich mit Prosa beschäftigte, begann er erst etwas später selbst Prosa zu schreiben. 2015 legte er seinen Prosa-Erstling „Häuser und andere freie Schriften“ vor, der mit dem Rožanc-Preis (dem einzigen slowenischen Preis speziell für Essayistik) ausgezeichnet wurde sowie mit dem Preis des Verbandes slowenischer Literaturkritiker. Auch bei Lesern und Kritikern fand er großen Anklang. Er ist still und zart geschrieben, beinahe kontemplativ, wie Jakobs Schaffen allgemein, also auch seine Poesie.

Jure Jakob ist nämlich bis heute als Dichter am bekanntesten und produktivsten. Davon zeugen fünf von 2003 bis 2018 veröffentlichte Gedichtbände. Seine Sichtbarkeit und Relevanz sind unumstritten. Tri postaje (Drei Stationen, 2003) und Lakota (Hunger, 2018) wurden nachgedruckt, was bei den ansonsten schwachen Verkaufszahlen für Poesie eine Besonderheit ist. 2019 erhielt er den Preis der Prešeren-Stiftung, der als besonders renommierte und prestigeträchtige Auszeichnung auf dem Gebiet der Künste gilt. Jakobs Werk wurde in mehrere europäische Sprachen übersetzt und seine Texte finden sich in diversen slowenischen und ausländischen Anthologien.

Er zählt zu den prominenteren slowenischen Namen in der Poesie.


NEUES SLOWENISCHES KINO V, 22.-24. NOVEMBER 2019



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